Bild: CC-BY Daquella manera | flickr.com
Eigentlich macht man das ja nicht, mit dem Finger auf Kollegen zeigen. Schon gar nicht, wenn diese nur ihren Job machen. Allerdings kann man es damit auch übertreiben. Mit dem nur den Job machen. So wie die Kollegen von PricewaterhouseCoopers. Mit schöner Regelmäßigkeit kleiden diese Studien aus dem eigenen Hause in Headlines. Mich bringen die Headlines mitunter zum Schmunzeln.
Für Beratungshäuser sind Studien ein etabliertes Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. Das liegt vor allem an der problemlosen Mehrfachverwertung der Inhalte. Pressegespräch, Broschüre, Vortrag, eine Pressemitteilung je These, Newsletter, Beitrag auf der Website. Alles mögliche Formate einer Recherche für die man zur Not auch Praktikanten einsetzen kann. Den Mandanten beweist man Branchenkompetenz, der Presse liefert man, was diese am sehnlichsten wünscht. Zahlen. Daten. Fakten.
Das ist so lange legitim, wie die Studie wirklich Interessantes oder Neues zu Tage gefördert hat. Das ist manchmal, beileibe allerdings nicht immer der Fall. Manchmal kommt es dann zu Headlines, die zwar absolut zutreffend sind, an Banalität allerdings kaum zu überbieten.
Und manchmal kommt es zu Headlines, für die man keine Studien machen muss. Da reicht ein Blick in die Wirtschaftspresse
Und bei genau diesen Headlines muss ich schmunzeln und frage mich, was da noch alles kommt. Ich bin mir sicher, in der Vergangenheit eine Studie mit dem Ergebnis ‘je höher die Position im Konzern, umso größer der Dienstwagen’ gelesen zu haben. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob diese Studie von PwC oder einem Wettbewerber veröffentlicht wurde.
Falls ich mir das alles einbilde, wäre das doch ein schönes Thema für die nächste Untersuchung.


