Finanzkommunikation ist längst nicht mehr nur die Präsentation von Pflichtangaben durch Aktiengesellschaften. Geschäftsberichte, Halbjahres- oder Quartalberichte sind inzwischen auch etabliertes Instrument der Imagebildung. Der Jahresbericht ist häufig genug das Premiumprodukt der Publikationen eines Unternehmens und stellt nicht mehr nur die Finanzen, sondern das Selbstverständnis des Unternehmens als Ganzes vor. Vor diesem Hintergrund gehen auch immer mehr nicht öffentlich notierte Unternehmen dazu über, freiwillig über die Finanzlage des Unternehmens zu berichten. In Zeiten des elektronischen Handelsregisters sind die meisten KPI ohnehin öffentlich einsehbar, Grund zur Heimlichkeit gibt es also keinen mehr. Und ansprechend präsentiert kann man mit den Umsatzzahlen auch noch Geschäftspartner und vor allem die Hausbank ansprechen.
Die Universität St. Gallen hat jetzt eine Studie zur Zukunft der Geschäftsberichte vorgestellt und dabei drei Trends identifiziert. Storytelling, Reduce to the Max und Mash-Ups. Sind die ersten beiden nicht besonders neu und haben sich in den letzten Jahren bereits angekündigt, ist für mich der Mash-Up-Trend ebenso überraschend wie erfreulich.
Unternehmen, die jetzt dazu übergehen, Ihre ohnehin veröffentlichten Geschäftszahlen so zur Verfügung zu stellen, dass Datenjournalisten diese nur noch abgreifen müssen, können bei veröffentlichten Infografiken Akzente setzen. XML ist hier das Stichwort.
