Session: Themen- und Redaktionsplan für Blogs und Social Media

Posted by | September 17, 2012 | Allgemein | 7 Comments
Titelbild Session Themen- und Redaktionsplanung

Bild (c) Oliver Schwarz

Blogs und Social Media funktionieren in der Unternehmenskommunikation nur, wenn man regelmäßig veröffentlicht. Auf dem stARTcamp 2012 in Köln habe ich eine äußerst gut besuchte Session zum Themen -und Redaktionsplan für Blogs und Social Media gehalten. Hier das Ganze noch einmal in komprimierter Form. Inklusive einer Übersicht zur Zuspitzung von Themen und einer Vorlage für einen Themen- und Redaktionsplan. 

Themen- und Redaktionspläne dienen der Planung. Sie vermitteln einen Überblick über das, was geplant ist und sie disziplinieren bei der Produktion. Je detaillierter man im Vorfeld plant, umso entspannter läuft die eigentliche Produktion des Beitrags. Es gibt sieben Punkte, über die Ihr Euch regelmäßig in einer Redaktionskonferenz Gedanken machen solltet. Für den Anfang sollte eine Redaktionskonferenz alle drei Monate genügen, in der Ihr das kommende Quartal plant.

Als Heimat für alle Eure Inhalte und Geschichten solltet Ihr ein Blog haben. Social-Media-Plattformen sind lediglich Satelliten dieses Blogs, begleiten die Publikationen dort und verweisen auf das Blog. Nur so behaltet Ihr die Kontrolle über Eure Inhalte.

Hier nun die sieben Punkte.

1. Taktung

In welcher Frequernz wollt Ihr publizieren? Sauber recherchierte und mit Liebe zum Detail produzierte Beiträge machen Arbeit. Wenn Ihr in Eurer Position im Unternehmen alleine seid, sind zwei Beiträge in der Woche eine realistische Frequenz für den Beginn. Immerhin müsst Ihr recherchieren, produzieren, abstimmen und moderieren. Wenn Ihr merkt, dass Ihr schenller oder langsamer seid – passt die Frequenz an.

2. Themensammlung

Geht in das Unternehmen rein. Sprecht mit den Verantwortlichen in den Fachabteilungen. Fragt sie nach Themen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Fragt sie nach Aspekten, die ihnen besonders wichtig sind. Spitzt die Themen zu Geschichten zu.

Unternehmens- und Branchentermine liefern weitere Themen: Konferenzen, Messen, Produktpräsentationen oder Premieren. Auch hier gilt – nicht einfach einen Besinnungsaufsatz schreiben, sondern das Thema zuspitzen.

3. Zuspitzung

Jedes Thema hat mehrere Aspekte, auf dies es zugespitzt werden kann. Versucht nicht, das Thema allumfassend zu beleuchten, sondern sucht Euch einen Aspekt aus und spitzt es zu. Häufig geben die Kollegen in den Fachabteilungen Hinweise, was ihnen besodners wichtig ist. Falls sie das nicht tun, kann die folgende Grafik helfen. Ihr könnt versuchen, das Thema in die bestimmte Richtung zu drehen. Nicht jeder so gewonnene Aspekt gibt eine gute Geschichte ab, aber unter acht Varianten ist sicher eine dabei, die funktioniert.

Thmen haben verschiedene Aspekte und können entsprechend zugespitzt werden.

Thmen haben verschiedene Aspekte und können entsprechend zugespitzt werden.

4. Format & Genre

Macht Euch Gedanken über Format und Genre. Wollt Ihr das Thema als trockene Nachricht präsentieren oder soll es ein deftiger Kommentar werden. Ein Interview oder ein Pro & Contra. Wird das Hauptstück ein geschriebener Text oder ein Webvideo. Vielleicht ein Audiofile?

5. Elemente

Macht Euch Gedanken über die Elemente der Artikelseite: Wird das Titelbild ein Symbol- oder ein Reportagefoto? Schießt Ihr das selbst oder kauft Ihr es ein? Benötigt Ihr einen Infokasten mit einer Kurzbiografie. Lohnt ein begleitendes Interview mit „Drei Fragen an …“ Ist ein begleitendes Infoblatt mit den wichtigsten Fakten als PDF-Download sinnvoll. Was sagt der Vertrieb dazu, wenn wir die Powerpoint-Präsentation über Slideshare einbinden?

6. Wer macht’s und bis wann?

Verantwortlichkeiten im Team verteilen, wenn es ein Team gibt. Und ganz wichtig: eine Deadline festlegen, die genug Spielraum lässt.

7. Wo spielen wir die Geschichte?

Überlegt Euch, über welche sozialen Netzwerke Ihr die Geschichte verbreiten wollt und wie Ihr sie dort anteasert.

Link: Vorlage Themen- und Redaktionsplan

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