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Raten. Schönreden. Irren. Im Dezember überschlagen sich Berater bei ihren Ausblicken in das kommende Jahr. Ich finde das komisch. Natürlich gibt es Trends für 2013, aber ob sich diese durchsetzen werden ist zum jetzigen Zeitpunkt entweder ungewiss oder Wunschdenken. Das gilt natürlich auch für Online Public Relations. Ich liste lieber die Trends auf, von denen ich mir wünsche, dass sie sich durchsetzen.
- Das Comeback der Strategie
Unternehmen richten Ihre Maßnahmen an den Unternehmenszielen aus. Die Hausaufgaben sind gemacht – es herrscht Klarheit über Produkt, Markt, Positionierung und Vertrieb. Das Abhaken von Maßnahmenlisten hat ein Ende. KPIs werden so gewählt, dass sie zu den Unternehmenszielen passen. Controller erkennen, dass Image ein betriebswirtschaftlich relevanter Faktor ist, der sich einer verlässlichen Bewertung in Euro allerdings entzieht. - Silodenken wird als Problem erkannt
Erst die Website, nächstes Jahr dann Social Media. Alleingang des Marketing. HR und Kundenservice werden nicht miteinbezogen. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass das so nicht funktioniert. - Social Media wird realistisch gesehen
Social Media wird als das erkannt, was es ist. Kein Wundermittel, kein Erfolgsgarant. Social Media bietet lediglich die Plattform für Maßnahmen. - Unternehmen verlassen Facebook in Scharen
Der größte Teil der Unternehmen auf Facebook ist nicht bereit, für die Sichtbarkeit dort zu zahlen. Die eigene Website gewinnt als Publikationsort an Bedeutung. Gute und hochwertig produzierte Inhalte werden von den Usern auf Facebook geteilt. - Bewegtbild startet durch
Wir werden mehr Webvideo sehen. Der Inhalt von Videos lässt sich einfacher memorieren als der von Texten. Die Produktionskosten von Bewegtbild sinken. Das Know-how über die vom Nutzer erwarteten Eigenschaften von Webvideo steigt. - Mobile first gewinnt mehr Anhänger
2015 wird das Smartphone das meistgenutzte Device für den Zugang zum Internet sein. Inhalte werden zunehmend für den mobilen Konsum konzipiert. Geschichten, auf die man sich auch in der Bahn konzentrieren kann, bandbreitangemessen und mit sich anpassendem Design. Native Apps verlieren aufgrund der Gerätevielfalt an Bedeutung. - Klassische PR-Agenturen entdecken Content Marketing
Online war 2012 eine Domäne von Marketing- und Internetagenturen. Da Google beim Ranking immer stärker auf qualitativ hochwertige Inhalte setzt, boomt Contentmarketing. 2013 erinnern sich die klassischen PR-Agenturen daran, dass ihr Produkt “gut recherchierte und schön erzählte Geschichten” heißt. Und das ist gut so. - Fluide Netzwerke bekommen ihre Chance
Freelancer haben meist mehr Erfahrung als die durchweg jungen Teams in Agenturen. Da sie weniger Overheadkosten als die großen Agenturen haben, können sie auch günstiger anbieten. Bislang blieb ihnen allerdings der Zugang zu den großen Etats verwehrt. Das ändert sich 2013, da der Kostendruck auf Seiten vieler Unternehmen weiter zunimmt. Netzwerke aus Freelancern werden zu den ersten größeren Pitches eingeladen. - Print bleibt
Anders als jetzt. Aber strategische PR kann auf Print nicht gänzlich verzichten. Sonst wäre sie nicht strategisch.
Link: Beitrag zur Blogparade “Zukunft Online PR” von Ed Wohlfahrt.
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Die Instagram-Challenge der Kölner Bank 



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