Digitale Unternehmenskommunikation? Geht raus spielen!

Spielgerät auf dem Spielplatz

Bild unter einer CC-BY Lizenz von PlastAnka | flickr.com

Digitale Unternehmenskommunikation, oder wie manche sagen Social Media Relations ist ja fast immer gleichbedeutend mit „Facebook“. Das wird dann gerne unzulässig auf „Social Media“ verkürzt. Meistens empfinde ich Unternehmensseiten dort als einschläfernd langweilig. Macht doch mal was Neues!

Großformatige Bilder sind halt auch nichts anderes als das digitale Äquivalent von Plakatwänden und Gewinnspiele sind auch auf Facebook nur Gewinnspiele. Warum ich solche Seiten „liken“ soll, bleibt mir ein Rätsel. Und vollkommen zu Recht wird dabei nach dem ROI gefragt.

Wenn wir Kreativen und Berater in der digitalen Kommunikation unsere Aufmerksamkeit nur auf Facebook richten und nur nach immer neuen Best Cases für Fanpages suchen, verpassen wir die spannenden Dinge. Die passieren nämlich woanders.

Neuer Journalismus. Online.

Im Journalismus zum Beispiel. Martin Giesler hat auf seinem Blog einige äußerst interessante Beispiele vorgestellt. „Now this news“ zeigt sehr eindrucksvoll, wie man Themen und Geschichten über Instagram und Vine spielen kann.

Das geht weit über das hinaus, was man in der Kommunikation für Unternehmen meistens auf Instagram sieht. Ändert das. Bitte! Es geht anders. Guckt Euch zum Beispiel die „Home Improvement Tipps“ von Lowe’s auf vine an.

Mehr Beispiele bei Twitter unter #lowesfixinsix


Wenn es um inhaltlich komplexere Themen geht, zeigt „Now this news“ wie es geht. Das Thema in leicht verdauliche Aspekte aufteilen und mehrere Videos drehen. Diese können an anderer Stelle kuratiert und so das Thema in seiner Gänze dargestellt werden. Das dann meinetwegen auch auf Facebook.

Das Aufteilen in mehrere Aspekte zeigt auch die von Martin vorgestellte App „Circa“ sehr anschaulich. Mit einer ähnlichen Mechanik lassen sich Menschen mit einem tieferen Interesse an News aus dem Unternehmen informieren. Journalisten zum Beispiel, Blogger oder auch Studenten.

Open Data

Ohne hier wirklich Beispiele präsentieren zu können, sehe ich auch in Open Data Möglichkeiten für die Kommunikation. Unternehmen mit einer bestimmten rechtlichen Struktur müssen ihre Unternehmenszahlen präsentieren. Manche machen das bereits auch digital. Was ich jedoch noch nie gesehen habe, sind sich laufend selbst aktualisierende Infografiken dazu. Eine Art Live-Geschäftsbericht.

Zugegeben, ich selbst kenne mindestens eine Handvoll unternehmenspolitische Gründe, die gegen diese Art der Kommunikation sprechen. Wer allerdings nicht in diese Richtung denkt, wird auch nie die 25-Prozent-Lösung kreieren, welche eben diese Einwände beachtet.

Falls jemand gute Beispiele auf Grundlage von Open Data kennt – bitte in den Kommentaren ergänzen.

Google Media Tools

In der manischen Fokussierung auf Facebook, vergessen viele Berater und Kreative Google. Dabei stellt Google ein ganzes Toolkit für Journalisten bereit, das nur darauf wartet, von Online-PRlern genutzt zu werden.

Geht raus und spielt! Facebook wird Euch nicht ewig ernähren!

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