Content Produktion Langformate: NYT weist den Weg

Posted by | Januar 05, 2018 | Storytelling | No Comments
Content Produktion Langformate

Content Produktion Langformate: Bei der New York Times ist es inzwischen Tradition, zum Jahreswechsel eine Übersicht der interaktiven Langformate des Jahres zu veröffentlichen. Unternehmenskommunikatoren können sich hier einiges abschauen.

1. Es geht um das Erlebnis

Mit interaktiven Langformaten können Leser Erlebnisse nachempfinden. Bilder, Videos, Audioelemente ziehen den User geradezu in die Geschichte hinein. Und damit sind wir schon bei einem wichtigen Punkt. Es geht mehr um Emotionen als um die Sachebene. Langformate lohnen sich dann, wenn es wirklich etwas zu erleben gibt. Etwas, das spektakulär ist. Ein tolles Format für den Tourismus, für Maschinenbau, für große Infrastruktur- oder Bauprojekte. Aber auch für Geschichten, die ganz nah an den handelnden Personen bei Dienstleistungen sind.

2. Bildgewaltiger Einstieg

Der Einstieg in die Story muss den Leser packen und darf ihn nicht mehr loslassen. Die New York Times setzt dazu fast immer bildschirmfüllende Bewegtbildsequenzen ein, häufig Drohnen-Aufnahmen. Diese Aufnahmen haben nicht nur die Aufgabe, die Geschichte zu bebildern. Sie sollen die Sinne des Lesers so sehr reizen, dass er gar nicht anders kann, als sich auf die Geschichte einzulassen. Mit klinischem Stock-Footage wird das nicht gelingen.

3. Code und Content erzählen die Story

In der klassischen Unternehmenskommunikation erzählen Bilder und Text die Geschichte. Bei multimedialen Langformaten ist auch der Programm-Code erzählerisches Element. Denn er bestimmt, was auf dem Bildschirm passiert, wenn die Maus bewegt wird. Interaktionen des Lesers mit dem Computer beeinflussen die Erzählung. Das ist neu und stellt Anforderungen an die Qualifikationen, die im Team der Unternehmenskommunikation vorhanden sein sollten.

4. Content Produktion Langformate: Das CMS muss die Freiheiten bieten

Multimediale Langformate wirken nur, wenn das Content Management System bestimmte Features vorsieht. So zum Beispiel eine Vollbild-Darstellung. Das ist nicht selbstverständlich und wird selbst bei vielen aktuellen, von Marketing-Abteilungen getriebenen, Relaunches vergessen.

5. Das Team muss stimmen

Die Produktion solch packender Geschichten erfordert Qualifikationen, die durch das herkömmliche Qualifikationsprofil für die UK selten abgebildet wird. Erfahrungen in der Produktion solcher Formate sind hilfreich. Ebenso Wissen aus der Bild- oder Video-Redaktion.

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