Digital Readiness in der Unternehmenskommunikation

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  • Mai 14, 2018
Digital Readiness in der Unternehmenskommunikation.

„Digital Readiness“, also die Fähigkeit, digitale Werkzeuge und Erzählweisen im Arbeitsalltag anzuwenden, ist in Redaktionen meist weiter fortgeschritten als in Kommunikationsabteilungen von Unternehmen. Um das festzustellen reicht ein Blick auf die jeweiligen Reedaktionsangebote Eine Studie des International Center for Journalists (ICFJ) zeigt jetzt, dass aber selbst Redaktionen digitale Werkzeuge sehr verhalten einsetzen.

Social Media, Digitalfotos (sic!), Audience Engagement und Verbreitung von Inhalten über verschiedene Plattformen. Das sind – global gesehen – die gängigen digitalen Werkzeuge in Newsrooms. Datenjournalismus, Livestreaming, die Entwicklung eigener Tools oder Apps oder auch Virtual Reality-bzw. 360°-Videos werden nur von den wenigsten Redaktionen eingesetzt. Die Unternehmenskommunikation erzählt sogar noch traditioneller.

Digital Readiness: Chance für die Unternehmenskommunikation

Das ist schade. Denn gerade der Einsatz solcher Werkzeuge kann Unternehmen einen Hebel für Reichweite liefern. Redaktionen suchen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen nach Kooperationen. Nach Formaten, die sie so alleine nicht realisieren können.

Die oben genannte Studie des ICFJ liefert auch direkt die Ansatzpunkte für einen solchen Hebel. Sie listet die Bereiche, in denen Redaktionen das Know-how fehlt eindrucksvoll auf.

  • Datenjournalismus
  • Liveberichterstattung
  • Cybersecurity
  • Cross- und transmediale Erzählungen
  • Coding, Design und Entwicklung
  • mobile Produktion

Was spricht dagegen, die Jahreszahlen datenjournalistisch zu verarbeiten? Wieso als Unternehmen nicht mal wichtige Ereignisse live dokumentieren und als Embedding-Code bereitstellen? Beide Formate sind relativ einfach umzusetzen, bei richtiger Ausgestaltung für viele Redaktionen geeignet und haben zudem genug Innovationspotenzial, um auch in der Branche wahrgenommen zu werden. Allein, sie werden einfach noch nicht produziert. Zumindest weiß ich nichts davon.

Das Problem der Kommunikation ist nicht Know-how, sondern Mut

Dabei braucht es dafür nicht mehr als Mitarbeiter, die digital erzählen können. Das ist in der Regel kein Problem. Denn das erforderliche Wissen können Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation lernen. Das Problem der Digital Readiness ist ein anderes. Es fehlt an Mut, neue Ideen auch mal umzusetzen. So jedenfalls verstehe ich die Studie von PRCC zur Frage, wie die Unternehmenskommunikation auf den digitalen Wandel vorbereitet ist.

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