Das neue Credo der Kommunikation: Don’t be evil
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Ein oft wiederholtes Credo der Unternehmenskommunikation lautet: Any PR is good PR. Genau das ist auch die Beurteilung des Jako-Case durch Björn Eichstädt. Während Mirko Lange auf der dialoq-Veranstaltung der GPRA gestern den Case vorstellte, lieferte ich mir via Twitter eine kurze Diskussion mit Björn, aus der ich dann relativ schnell ausgestiegen bin. Der Grund dafür war, dass ich mein vages Gefühl, was mir an diesem Credo missfällt, nicht in 140 Zeichen verpacken konnte. Sechs Stunden Schlaf später ist das auf dieser Plattform schon einfacher.
Any PR is good PR stimmt nicht mehr. Wenn dem so wäre, dann müssten wir uns als Berufskommunikatoren keine Gedanken über CSR, Nachhaltigkeit oder Reputationsmanagement machen. Machen wir aber. Und zwar aus gutem Grund. Bekanntheit alleine hilft einem Unternehmen nicht mehr weiter. Mirko Lange hat gestern so schön in drastischen Worten formuliert: ‘Don’t do Social Media, if you are an asshole!’ Besser wäre: ‘Don’t be evil!’ Denn die Diskussionen im Netz finden statt, auch ohne unternehmensseitigen Einsatz von Social Media. Wichtiger als moderne Kommunikationsinstrumente sind eine offene und transparente Unternehmenskultur, soziales Verhalten und nachhaltiges Wirtschaften des Unternehmens.
Menschen mögen ‘bad News’ über Unternehmen schnell vergessen und nur die Marke in Erinnerung behalten. Das Internet vergisst nicht. In dem Maße, in dem das Internet zum Mainstream der Information wird, verliert die Bekanntheit an Bedeutung für die Unternehmenskommunikation. Was zählt ist die Reputation des Unternehmens – vor allem im Netz. Und vor allem dann, wenn aus meiner Google-Suche ein Geschäftskontakt werden soll. Wer will schon Kunde eines Unternehmens mit schlechtem Leumund werden?










