Erst reden, dann abmahnen.
Abmahnungen von Bloggern oder kleinen Online-Händlern schlagen oft große Wellen. Was folgt erscheint Managern oder Juristen oft bizzar. Unbedarft in digitaler Kultur und Online-Kommunikation wundern sie sich über Wellen der Empörung. Schließlich ist man doch im Recht.
Genau hier liegt das große Mißverständnis: Die Masse im Netz regt sich selten darüber auf, dass ein Unternehmen seine Rechte verteidigt. Es geht meistens um das “Wie”. Es geht um das Schießen mit Kanonen auf Spatzen, um das Ausnutzen ungleicher Machtverhältnisse und um sofortigen Angriff durch den Anwalt, ohne vorher eine Lösung auf Augenhöhe gesucht zu haben. Mit einer Abmahnung erreicht ein Unternehmen so oft das Gegenteil dessen, was es bezwecken will. Die Marke wird nicht verteidigt, sondern nachhaltig beschädigt.
Der oben abgebildete Kommunikationsprozess trägt dem Rechnung. Die Abmahnung darf bei einer Rechtsverletzung nur als Ultima Ratio herhalten. Vorher steht die Kommunikation auf Augenhöhe, das Gespräch zur Lösung des Problems. Wenn Unternehmen diesen Prozess transparent kommunizieren, können sie die Empörung im Netzt gering halten.












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