Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

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  • September 03, 2009

Der Sportartikelhersteller Jako hat reagiert. Auf den Sturm der Empörung, der das Netz nach dieser Geschichte erfasst hat. Die Reaktion lässt vor allem eines deutlich zu Tage treten: Kommunikation sollte nicht zu den Aufgaben des Marketing gehören. Schon gar nicht in Krisensituationen.

Erst nach mehrmaliger Lektüre findet man die Aussage, die ganz an den Anfang des Textes muss, um wahrgenommen zu werden: „Wir haben uns geärgert und überreagiert“. Zu gut ist sie versteckt – zwischen Informationen über das Unternehmen, seinen Gründer und bekannten Vorwürfen. Die Eckdaten gehören in die Boilerplate und alte wie neue Vorwürfe sollte man in dieser Situation vermeiden. Auch wenn der Ärger noch groß ist, die geballte Faust in der Tasche ist die Grundvoraussetzung, eine Überreaktion glaubhaft zu vermitteln.

Als größter Schwachpunkt erweist sich allerdings, dass Jako an keiner Stelle verkündet, auf die Vertragsstrafe gegen Trainer Baade zu verzichten nicht deutlicher hervorhebt, auf weitere finanzielle Ansprüche zu verzichten. Genau das sollte das Unternehmen öffentlich anbieten tun, um seine Reputation vor noch größerem Schaden zu bewahren. Die Formulierung

Rudi Sprügel […] will sich dafür einsetzen, dass Baade aus dieser Auseinandersetzung „keine finanziellen Nachteile erwachsen.
ist mir erst nach merhmaliger Lektüre aufgefallen. Gerade die ursprünglich eingeforderteVertragsstrafe  ist der Punkt, welcher die Netzöffentlichkeit am meisten empört.

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