Amateure

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  • August 18, 2010



Die Anwaltskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek hat anscheinend für die Stadt Duisburg in Sachen Love Parade einen ehemaligen Journalisten als PR-Berater engagiert. Wer das ist, wissen offensichtlich die Ruhrbarone. Allerdings scheint mir der Gute entweder nicht sehr versiert in der Krisen-PR, oder er kann sich gegen Anwälte bei Heuking Kühn Lüer Wojtek nicht durchsetzen. Denn die Stadt Dusiburg ließ jetzt das Nachrichtenportal xtranews abmahnen. Wegen Veröffentlichung interner Dokumente zur Katastrophe. Wegen einer Urheberechtsverletzung.


Gegen eine Veröffentlichung von internen Dokumenten juristisch vorzugehen, führt in Krisen fast unweigerlich zu einem Streisand-Effekt. Dabei ist es fast egal, ob ein Blog oder ein klassisches Medium veröffentlicht. Das sollte ein PR-Berater, der Krisen-PR und/oder Litigation-PR macht, wissen. Und er sollte in der Lage sein, einer Anwaltskanzlei zu vermitteln, warum das so ist.


Edit:
Zum öffentlich vorgetragenen Willen der Stadt Duisburg nach rückhaltloser Aufklärung will ein solches Verhalten auch nicht ganz passen. Dieser ominöse PR-Berater plant bestimmt gerade das mit den Fähnchen.

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