Storytelling: Erzählen wir Content

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  • Dezember 15, 2014
Cat on a couch.

Vier Wünsche für die Kommunikation von Unternehmen im Netz 2015

Irgendwas mit Content Marketing und Storytelling. Die zwei großen Nullinger der Branche 2014. Alle reden davon und fast jeder ist überzeugt es zu machen. Manche sind sogar erfolgreich damit.

Ich habe mit den Begriffen Content Marketing und Storytelling genau das Problem, das ich schon mit Social Media hatte – jeder versteht etwas anderes darunter. Und das macht es für mich so verdammt schwer die Begriffe zu benutzen. Ich fülle diese leblosen Hüllen lieber mit Sinn.

Zumindest versuche ich das.

Für 2015 wünsche ich mir von uns allen wieder etwas mehr Gehalt. Lasst uns einfach nur den beiden Zombies Leben einhauchen. Erzählen wir Content.

 

Erstens

Zeigt Respekt

Recherche erfordert Zeit.

Recherche erfordert Zeit.

Zeigt Respekt. Vor dem Leser, der ja nicht nur Euer Kunde als Autor – und bitte begreift Euch als Autor, wenn Ihr Marketing mit Inhalten machen wollt – ist, sondern auch der Kunde Eures Unternehmens oder Eures Kunden ist. Vermeidet, was  zu sehr nach Werbung riecht.

Zeigt Respekt vor dem Thema. Recherchiert verdammt noch mal ordentlich. Eure Zahlen müssen stimmen. Sie müssen aktuell sein. Und vor allem sollen sie etwas aussagen.  Sucht Gesprächspartner, Zitatgeber und Experten. Interne und externe. Nehmt Euch ruhig Zeit für ein Thema. Wenn ohnehin alle reden, werdet Ihr nur dann gehört, wenn Ihr etwas gehaltvolles zu sagen habt. Und was Gehalt hat, entsteht nicht zwischen der Kaffeepause und Feierabend.

Lieber eine Punchline mit Ambition und Biss alle paar Wochen als 20 belanglose Posts pro Tag.

 

 

Zweitens

Zeigt, was Ihr könnt

Zeigt, was Ihr könnt. Ihr kennt das Netz und Ihr wisst, welch großes Feuerwerk man dort mit relativ geringen Mitteln abfackeln kann. Ich will einfach keine uninspirierten Listicles oder pseudo-interessierten Fragen an imaginäre Freunde mehr lesen.

Das ist Kindergarten und jeder weiß das.

Was ich von uns allen gerne mehr sehen möchte ist mehr Multimedialität, ist Bewegtbild sind Mischformate. Ich möchte seriell entwickelte Plots und fragmentierte Storylines. Traut Euch. Es wird funktionieren.

Und wenn Ihr Angst habt zu hoch zu zielen, Euch zu verzetteln oder Fehler zu machen, dann fragt Leute, die Euch helfen können.

Drittens

Übt Euch in Vielfalt

Vielalt verhindert Mangelernährung.

Vielalt verhindert Mangelernährung.

Denkt an das Produkt, aber macht es nicht die ganze Zeit zu Eurem Thema. Sucht nach den Geschichten dahinter. Oder nach den Geschichten danach. Was kann der Kunde alles erreichen? Und bitte bleibt realistisch dabei. Understatement ist eine Tugend.

Wiederholt nicht ständig Behauptungen. Eure Markenwerte zum Beispiel. Einfach nur perpetuiert glaubt die ohnehin niemand. Nehmt die Markenwerte und spielt mit ihnen. Zeigt, wie sie gelebt werden. Aber hütet Euch vor allzu offensichtlichen Inszenierungen. Sucht nach der Perle und präsentiert sie. Ein wenig Schmutz und Patina stören da nicht.

Viertens

Kümmert Euch um die Details

Der zwei Zentimeter weiter oben sitzende Hemdkragen. Die vierte Korrekturrunde des Textes. Kürzungen bei Minute 1:23. Das zehnte Motiv, das noch geschossen wird, obwohl es schon 18.35 Uhr ist. Hier entsteht die Magie und der Unterschied zwischen ganz okay und wirklich gut.

Klar. Binsenweisheit. Schon 1000 Mal gehört und Ihr braucht nicht ausgerechnet noch mich, um Euch zu ermahnen.

Ich höre auch in dem Moment damit auf, in dem ich keine Videos mehr sehe, bei denen ich aus der Küche noch mitbekomme, dass nur das interne Mikrofon des iPhones benutz wurde. Das hallt immer so schön.

 

Frohes Fest, dicke Bäuche und verzeiht den Catcontent*

 

*) Habt Ihr gar nicht bemerkt, wa?

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