Storytelling: 10 Content Tools für 2015

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  • Januar 06, 2015
10 Content Tools für 2015

10 Content Tools für 2015

Content Marketing benötigt Geschichten. Diese sollen erzählt werden. Storytelling heißt das Buzzword dafür. Doch Storytelling braucht neben jeder Menge Kreativität auch Werkzeuge. Hier sind zehn Tools, mit denen man zeigen kann, was online möglich ist.

Das mit dem Content-Marketing oder Storytelling ist ja so eine Sache. Ende letzten Jahres habe ich dazu aufgerufen, weniger den leeren Worthülsen hinterherzujagen und einfach mal zu machen. 

Mein Aufruf damals:

 

ZEIGT, WAS IHR KÖNNT

Zeigt, was Ihr könnt. Ihr kennt das Netz und Ihr wisst, welch großes Feuerwerk man dort mit relativ geringen Mitteln abfackeln kann. Ich will einfach keine uninspirierten Listicles oder pseudo-interessierten Fragen an imaginäre Freunde mehr lesen.

Das ist Kindergarten und jeder weiß das.

Was ich von uns allen gerne mehr sehen möchte ist mehr Multimedialität, ist Bewegtbild sind Mischformate. Ich möchte seriell entwickelte Plots und fragmentierte Storylines. Traut Euch. Es wird funktionieren.

Seitdem habe ich einige Tools zusammengetragen, mit denen solche Geschichten möglich sind. Ich sage ganz bewusst „möglich sind“. Denn jedem muss klar sein: Plattformwissen alleine reicht nicht aus, um schöne Geschichten zu erzählen. Es ersetzt keinen Protagonisten und keinen Spannungsbogen. Sie sind maximal ein Werkzeug, um einen ungewohnten Einstieg zu finden. Sämtliche Beispiele in diesem Beitrag stammen aus dem Journalismus. Wenn jemand gelungene Cases aus der Unternehmenskommunikation kennt – gerne in den Kommentaren ergänzen.

1. Storytelling mit timeline.js

Timeline vom KnightLab der Northwestern University ermöglicht einen Einstieg über die zeitliche Entwicklung eines Themas. Das bietet sich an für Unternehmensgeschichten aber auch Portraits von Personen.  Erstellt werden die Timelines über die Eingabe der entsprechenden Daten in ein Google-Docs/Apps Spreadsheet. Das Ergebnis kann man an jeder beliebigen Stelle im Netz über ein Code-Snippet einbetten.

Beispiel: Das Magazin TIME erzählt das Leben von Nelson Mandela.

timeline.js ist kostenfrei.

2. storymaps.js

Ebenfalls aus dem KnigtLab stammt Storymap. Storymap nutzt als Einstieg in die Geschichte Orte. Auf einer Karte werden diese mit Texten, Bildern, Videos und einer zeitlichen Abfolge verknüpft. Wie zum Beispiel in dieser Geschichte über Craft Beer in Wisconsin.

storymap.js ist ebenfalls kostenfrei.

3. soundcite.js

Mit soundcite aus dem – Ihr ahnt es – KnightLab lassen sich Textfragmente mit Soundfiles verknüpfen, die beispielsweise bei Soundcloud liegen.

4. thinglink

Thinglink erlaubt einen Einstieg in Geschichten über ein Bild. Einzelne Elemente des Bildes lassen sich mit anderen Inhalten verknüpfen.  Eine Einsteigervariante ist kostenfrei, die reguläre Version kostet 10 US$/Monat, eine Whitelabel-Lösung 49US$/Monat. Beispiele für den Unternehmenseinsatz – beispielsweise der Baumarkt Home Depot in einem Facebook-Post – finden sich auf der Website von Thinglink.

5. racontr

rcontr verspricht die Erstellung von multimedialen und interaktiven Geschichten inklusive klickbarer Videos. Die Geschichten werden auf der Plattform erstellt und bearbeitet, lassen sich dann aber an beliebigen Stellen im Netz einbetten.

Die Einsteigervariante ist kostenfrei. Für einen professionellen Einsatz wird man – realistisch gesehen – zahlen müssen: Zwischen 10 und 199 Euro/Monat.

Zum Super Bowl auf racontr hier entlang bitte. 

6. Klynt 3

Eine Alternative zu racontr ist klynt.

Klynt kostet einmalig 149 oder 499 Euro – je nach Leistungsumfang. Es darf 14 Tage kostenfrei getestet werden.

7. Exposure

Exposure ist eine Plattform, mit der sich bildgewaltige Fotoreportagen erzählen – und an anderer Stelle einbinden lassen. Wenn das unternehmenseigene CMS mal wieder die Kreativität zu ersticken droht.

Hier entlang für eine Reisereportage mit Exposure.

Die ersten drei Reportagen sind kostenfrei, danach muss man je nach Leistungsumfang 5/9 US$/Monat oder 49/99 US$/Jahr zahlen.

8. Aesop

Aesop ist ein weiteres Tool für interaktive und multimediale Reportagen. Das schöne daran. Es funktioniert als Plugin für WordPress-Installationen und ist kostenfrei.

Mit Aesop erstellte Reportagen sehen dann aus, wie dieses Stück über den Hafen von Long Beach, Ca. 

9. Shorthand

Auch mit Shorthand lassen sich solch bildgewaltige Reportagen produzieren. Shorthand wird auf dem eigen Server gehostet und erfordert angeblich keine Installation. Gezahlt wird pro veröffentlichte Geschichte. Wie hoch die Kosten genau sind, konnte ich der Website leider nicht entnehmen.

Shorthand ist unteranderem bei der BBC im Einsatz.

10. Storyform

Storyform ist eine weitere Plattform, die mit einem gewaltigen Einsatz von Bildern überzeugen will.  Schön gelöst ist die Anbindung an WordPress-Installationen. Mit nur einem Klick lässt sich aus einem regulären Post eine Fullscreen-Fotoreportage machen. Der Einsatz von Storyform ist für bis zu drei Domains kostenfrei. Wer mehr will, zahlt 99 US$ im Monat.

Storyform in freier Wildbahn kann man unter anderem hier auf meinem Blog sehen.

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